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Russell Wangersky: Roadtrip – Flüsse und Ebenen | Regionale Perspektiven | Ansichten

Nachdem man die Autobahn verlassen hat und auf eine zweispurige Asphaltstraße abbiegt, die zur Ostküste von Avalon führt, ist diese Straße oft ausgebessert, sodass es ungewiss ist, ob die Straße mehr Qualität und Stabilität besitzt als der ursprüngliche Asphalt.
Dies ist das karge Land Avalon, wo der einzige Baum, der über deine Schultern hinausragt, vom Wind verdeckt im Tal verborgen ist.
Teiche und karge Büsche erstrecken sich wie riesige Quilts bis zum Horizont auf beiden Seiten, sonnig und heiß, der Boden ist trocken, und der Geruch von Büschen und Torfmooren ist allgegenwärtig.
Ich parkte mein Auto auf einem kleinen Stück Schotter, von dem aus ich einen großen Teich mit einer steil aufragenden Felswand an einer Seite sehen konnte. Hier ist das Wasser oft tiefer und es gibt Forellenschwärme. Der Teich liegt etwa einen Kilometer von der Straße entfernt, aber die Entfernung ist verlockend: Es gibt nichts, woran man sich festhalten und das Ausmaß genau einschätzen könnte, nur die sanften Wellen des Bodens und die vom Wind bewegten Pflanzen.
Dann wanderte ich den Sumpfpfad entlang, vorbei an den fast schon brüchigen Sumpfpflanzen. Nur die fleischfressenden Sonnenanbeterinnen schienen noch feucht genug zu sein, um zu überleben; ihre sternförmigen Blätter waren von den klebrigen Tropfen fasziniert. Die Kannenpflanzen waren steif und zerbrechlich, als ob es gleich regnen würde. Am Rande einer kleinen Straße tauchte plötzlich ein kleiner Vogelschwarm vor mir auf, piepste und jubelte, und aus irgendeinem Grund floh er immer genau in dieselbe Richtung wie ich. Meine Probegruppe wird erst dann abheben, wenn die Felswand direkt vor mir auftaucht.
Ich nahm die Angel, hob sie an, hakte einen mittelgroßen Fisch, setzte mich dann auf den Felsenrand, zog Stiefel und Socken aus, lehnte mich an den Felsen und watete ins warme, braune Wasser. Ich hörte den lauten, hellen Ruf des Fischadlers, konnte ihn aber nicht am Himmel sehen. Eine leichte Brise wehte auf dem Wasser, und ich überlegte, ob ich schwimmen gehen sollte. Vor meinen Augen fuhren ab und zu Autos und Lastwagen die Straße entlang. Der erhöhte Schotter und die Gehwege bildeten eine Grenze zwischen Himmel und Erde, sodass Fahrzeuge zumindest teilweise unterwegs waren.
Teiche und karge Büsche erstrecken sich wie riesige Quilts bis zum Horizont auf beiden Seiten, sonnig und heiß, der Boden ist trocken, und der Geruch von Büschen und Torfmooren ist allgegenwärtig.
Deshalb fährt man mit dem Auto an der Küste entlang in einen flachen, breiten, braunen Fluss mit kleinen Steinen, die vom Wasser lange umspült wurden und daher alle ein wachsartiges, rundes Aussehen haben. Es gibt nicht viele Fische, und wenn, dann halten sie sich in tiefen Löchern unter den Steilufern versteckt. Das Flusswasser schneidet sich durch den Boden unter den Bäumen, und das schnell fließende Wasser treibt die Steine ​​an den Kurven flussabwärts und bildet so Dämme und Erosionsrinnen. Der kräftige Fisch ging hinaus und wurde von Fliegen mit bunten Augen gestochen, aber auch die Libellen stürzten sich auf die umherfliegenden Fliegen und bissen heftig zu.
In der Kurve scheint das Rauschen des fließenden Wassers alle anderen Geräusche zu übertönen, sodass nur noch das sanfte Plätschern des Wassers zu hören ist. Die Sonne brennt, und die Flusssteine ​​auf meinem Rücken sind noch heißer. Kein Ruhetag für den ganzen Tag.
Russell Wangersky’s column appeared in the SaltWire newspaper and website on the Canadian Atlantic coast. You can contact him at russell.wangersky@thetelegram.com-Twitter: @wangersky.


Veröffentlichungsdatum: 12. August 2020